Agility
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letztes Update:

02.03.2010                                            

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die Geräte

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deutsches Agility-Reglement von 2002

 

Agility - zu deutsch Behändigkeit, Gewandtheit - kommt aus England und hat vor allem in den westeuropäischen Ländern bereits eine große Anhängerschaft gewonnen. Es ist ein Freizeitsport für Hund und Mensch, in dessen Mittelpunkt ein Hindernisparcours aus 20 Hindernissen steht, den es zu überwinden gilt.

1977 wurden diese Übungen erstmals als Pausenattraktion während der bekannten Crufts Dog Show (eine der größten Hundeausstellungen der Welt, die zu jener Zeit noch in London stattfand, seit 1991 jedoch in Birmingham) vorgeführt. Damals zeigten englische Dienst- und Polizeihunde ihr Können an einem, dem Pferdesport nachempfundenen Hindernisparcours. Da die Schutzdienstarbeit in England lediglich den Diensthunden vorbehalten ist, wurde Agility, wenn auch etwas weniger anspruchsvoll als heute, sofort als neue Disziplin in den Hundesport aufgenommen.

1988 wurde Agility erstmals im deutschsprachigen Raum als neue Hundesportart akzeptiert. Anlässlich der IHA (Internationale Hundeausstellung) in Genf wurde die erste inoffizielle Agility-Europameisterschaft durchgeführt. Noch im selben Jahr erarbeitete die Société Centrale Canine aus Frankreich ein Agility-Reglement.


1991 wurde dieses Reglement durch die FCI (Fédération Cynologique Internationale, Dachorganisation der Hundeverbände) offiziell anerkannt und für alle dieser Organisation angeschlossenen Länder rechtskräftig. Mittlerweile wurde es jedoch überarbeitet und den Fähigkeiten der Hunde besser angepasst. Das neue FCI-Reglement gilt seit dem 01.01.1996, weitere Änderungen sind jedoch bereits vorgesehen.

 

Für wen ist Agility geeignet?

Agility ist für jedermann und "jederhund" geeignet! Alter, Rasse, Größe (dank der Einführung einer Miniklasse, d.h. die Hindernisse sind maximal 30 - 40 cm hoch, für Hunde unter 40 cm Stockmaß) ist völlig gleichgültig (sowohl beim Hund, als auch beim Menschen). Voraussetzung ist jedoch - zumindest für den Hund - dass der Gesundheitszustand in Ordnung ist. Der verantwortungsbewusste Hundeführer sollte seinen Hund unbedingt  zuvor auf Gelenkerkrankungen, Wirbelsäulenschäden oder eventuelle Herzerkrankungen untersuchen lassen.

Wenn in dieser Hinsicht mit Ihrem Hund jedoch alles in Ordnung ist spricht nichts dagegen, mit dem Agility-Training zu beginnen. Am besten gleich morgen...

 

Worauf kommt es bei Agility an?

Im Vordergrund steht - wie immer im Hundesport - der Spaß mit seinem Hund. Und damit meine ich nicht, dass man sich freut, weil man auf einem Turnier einen Platz erzielt hat. Natürlich ist es toll, wenn man erfolgreich ist, aber wenn ein Turnier dann für den eigenen Hund so aussieht, dass er zwei Drittel des Tages im Auto oder in einer Box verbringen muss, den ganzen Tag nichts zu Fressen bekommt, da ein voller Magen ja nur belastet, während Herrchen oder Frauchen sich auf dem Turniergelände tummeln, sich den Bauch vollschlagen und Freundschaften mit anderen Agility-Begeisterten schließen, muss ich sagen, dass das für mich wenig mit Spaß zu tun hat, zumindest nicht für den Hund. Spaß mit seinem Hund haben heißt für mich, sich mit dem Hund zu beschäftigen, zu spielen, sich Zeit für seinen Hund zu nehmen, auf ihn einzugehen, ihn zu loben, ihn zu bestärken. All diese Dinge kann ich mit meinem Hund bei Agility machen. Außerdem stärkt Agility das Selbstvertrauen, das Vertrauen zum Hundeführer, die Fitness aller Beteiligten, die geistige Fitness des Hundesund seine Freude am Arbeiten. Das alles erreicht man natürlich nur durch positive Bestärkung. Leider gibt es viel zu häufig Menschen, die diesen Sport durch übertriebenen Ehrgeiz und falsch verstandene Tierliebe kaputt machen. Agility ist ein toller Sport für Tier und Mensch, wenn man in einer angenehmen Umgebung, mit sympathischen Hundenarren und deren Vierbeiner, mit seinem Hund aktiv werden möchte und einmal Abwechslung in das oftmals eintönige Hundedasein bringen will. Und ob Ihr Hund genauso viel Spaß an dieser Sportart haben wird wie Sie, liegt letzten Endes allein bei Ihnen!

 

Wie kann man Agility lernen?

Ist Ihr Hund ein Energiebündel? Liebt er Spiele? Kann er die wichtigsten Kommandos wie Platz, Sitz und Komm? Dann ist die halbe Arbeit schon getan, denn ein aktiver und gehorsamer Hund wird auch schnell Spaß an Agility haben.

Viele Hundesport-Vereine oder Clubs bieten Kurse oder Übungsstunden in Agility an. Es gibt auch Vereine, die sich ganz auf Agility konzentrieren. Wenn Sie Hunde beim Agility sehen möchten, fragen Sie mal bei ihrem örtlichen Hundesportverein nach, wo und wann Agility-Übungsstunden oder Agility-Turniere abgehalten werden.

Wenn Sie Agility im Verein lernen möchten, hat das einige Vorteile:

 

  1. Sie brauchen die teuren Geräte nicht selbst zu kaufen

  2. Das Training wird von erfahrenen Übungsleitern geleitet.

  3. Sie können über den Verein an Vergleichswettkämpfen oder Turnieren teilnehmen.

  4. Im Verein werden meist auch noch andere Hundesportarten angeboten.

 

Voraussetzung für erfolgreiche Agility-Arbeit ist zunächst ein guter Grundgehorsam (Unterordnung).  Ein Hund muss gut zu lenken sein, um einen Agility-Parcours fehlerfrei durchlaufen zu können. In den meisten Vereinen muss man daher zunächst die Begleithund-Prüfung ablegen, die im Übrigen auch Voraussetzung für spätere Turnierteilnahmen ist. Danach sollte sich der Hund auch unter Ablenkung ohne Leine auf seinen HF konzentrieren können.

 

Sehr zu empfehlen sind für den Einstieg die Seiten von Michael Theiss, einem in Norwegen lebenden Agilitytrainer.

 

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an die Geräte...

 

Hier folgt eine Übersicht der durch die FCI zugelassenen Hindernisse:

 

...und so geht's:

Hürdensprung Der Hürdensprung ist ein sehr einfaches Hindernis. Der Hund darf lediglich nicht die Stange abwerfen. Welpen dürfen noch gar keine Sprünge üben, bei Junghunden wird die Stange nur ca. 10 cm hoch gelegt. Die meisten Hunde springen nach ein paar Versuchen fehlerfrei über den Hürdensprung.
Für die Sprünge teilt man die Hunde derzeit nach ihrer Widerristhöhe in 3 offizielle Größenklassen ein:

Small/ Mini

 

 

Medium / Midi

 

 

Large / Maxi

bis 35 cm Widerristhöhe

-> Sprunghöhe 25 - 35cm

 

35 bis 43 cm Widerristhöhe

-> Sprunghöhe 35 - 45cm

 

Hunde ab 43 cm Widerristhöhe

-> Sprunghöhe 55 - 65 cm

Weitsprung Der Weitsprung wird erst bei ausgewachsenen Hunden in voller Länge (120-150 cm) geübt. Auch hier treten kaum Probleme auf. Während der Lernphase stellt man den Weitsprung etwas kürzer oder lässt einzelne Elemente weg, damit jüngere Hunde nicht zu stark belastet werden.

Reifen Der Reifen ist schon etwas schwieriger zu lernen. Für große Hunde muss der Reifenmittelpunkt 80 cm über dem Boden sein, für junge Hunde gibt es eine niedrigere Einstellung. Viele Hunde wollen entweder seitlich am Reifen vorbeilaufen oder unter dem Reifen durchgehen. Sogar fortgeschrittene Hunde machen manchmal diese Fehler.

 

 

 

Röhrentunnel

Sacktunnel

Der Tunnel ist fast so etwas wie ein Charaktertest für unsere Hunde. Eher ängstliche und scheue Hunde brauchen recht lange, bis sie den Tunnel ohne Hilfe durchlaufen. Selbstsichere und mutige Tiere gehen den Tunnel oft sogar beim ersten Mal ohne Zögern an. Es gibt 2 Tunnelarten: den festen Röhrentunnel und den Sacktunnel.
Schrägwand Die Schrägwand oder A-Wand ist ein Kontaktzonenhindernis. Der Hund muss über sie klettern und muss dabei die Kontaktzonen berühren. Für Anfängerhunde wird sie zunächst sehr flach gestellt. Nach und nach wird sie immer höher, bis sie mannshoch ist.
Laufsteg Der Laufsteg ist ein weiteres Kontaktzonenhindernis. Er erfordert von den Hunden gute Balance und Konzentration. Die Hunde dürfen nicht vom Laufsteg abspringen oder gar herunterfallen und müssen über die farbig markierten Kontaktzonen laufen. In der Lernphase läuft der Hundeführer rechts vom Laufsteg und ein Helfer links vom Laufsteg um zu verhindern, dass der Hund vom Laufsteg herunterfällt.

Wippe Ein etwas schwierigeres Kontaktzonenhindernis ist die Wippe. Sie ist für Anfänger nicht ohne Probleme. Viele Hunde erschrecken, wenn die Wippe nach unten zu kippen beginnt. Beim Lernen wird der Hund langsam auf die Wippe geleitet, in der Mitte wird die Wippe langsam von Hand gekippt. Wichtig ist von Anfang an das richtige Laufen über die farbig markierten Kontaktzonen. Am Anfang übt man am besten mit einem Brett, welches man über ein Rohr oder Rundholz legt.

  

 

 

 

 

Slalom Der Slalom ist wohl das schwierigste Hindernis im Agility-Parcour. Junge Hunde dürfen den Slalom nicht laufen, da sonst Schäden an der noch wachsenden Wirbelsäule entstehen können. Den Hund immer wieder an der Leine durch den Slalom zu zerren bringt kaum Lernerfolge. Es soll vielmehr versucht werden, den Hund durch Gesten, Worte und auch Belohnungen (wie Futter oder Spielzeug) auf den richtigen Weg zu bringen. Der Slalom wird auch von sonst hervorragenden Hunden manchmal fehlerhaft gelaufen und muss daher konsequent immer wieder geübt werden. Um so eindrucksvoller ist es anzusehen, wenn ein Hund den Slalom fehlerfrei und schnell laufen kann. Die Rekordzeit soll von einem Border-Collie mit 2,9 sec. gehalten werden.
Tisch Der Tisch ist eigentlich nicht besonders schwer. Auf diesem Hindernis muss der Hund 5 Sekunden in einer Position bleiben. Am Anfang übt man nur Platz, später auch Sitz oder Steh. Ein besonderes Problem birgt der Tisch allerdings schon: Wenn der Hund erst mal mit Begeisterung einen Parcours läuft, will er immer so schnell wie möglich zum nächsten Hindernis. Schließlich haben wir ihm ja beigebracht nicht zu trödeln. Und plötzlich soll er auf dem Tisch 5 Sekunden Pause machen. So mancher Vierbeiner hält die Spannung nicht mehr aus und springt zu früh vom Tisch ab. Auch hier kann man nur immer wieder üben, dass der Tisch nicht vor den Signal der Richters oder Übungsleiters verlassen werden darf.

 

 

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