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letztes Update: 02.03.2010 |
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Kommentar zu Versuchstieren in der Forschung:
Versuchstiere sind und bleiben in der Forschung unverzichtbar. Ohne Versuchstiere gibt es keine neuen Medikamente, keine neuen Behandlungsmethoden, keine neuen Erkenntnisse über Krankheiten wie Krebs oder AIDS, an denen Jahr für Jahr viele Menschen sterben. In der medizinischen, pharmazeutischen und biologischen Forschung sind Ratten und Mäuse die Organismen, die dem menschlichen Säugetierorganismus am ähnlichsten sind. Daher werden viele Versuche mit diesen Tieren durchgeführt. Diese Versuchstiere werden speziell für diese Forschung gezüchtet. Außerhalb der Laborbedingungen sind sie völlig lebensunfähig und gehen zugrunde, was immer wieder mal passiert, wenn solche Tiere von Tierschützern "befreit" werden. Aber auch andere Organismen dienen der Forschung, wie z.B. Fische und zahlreiche Insekten. In unserer Ausbildung haben wir gelernt, mit diesen Organismen umzugehen. Wir mussten lernen, wie man die lebenden, aber auch die getöteten Tiere handhabt. Für viele ist das mit der schwierigste Teil der Ausbildung - vor allem wenn man selber ein Tierfreund ist oder gar eigene Nager zu Hause hat. Jeder hat seine eigene Art, damit umzugehen. Und jeder zieht im Laufe seiner Ausbildung eine Grenze, wie weit er persönlich gehen würde. In anderen Forschungsbereichen (z.B. in der Kosmetikindustrie, also für unsere Schönheit...) werden auch andere Säuger wie Hunde oder Affen eingesetzt. In der medizinischen Forschung wird teilweise mit Kaninchen gearbeitet. Jeder hat eine andere Schmerzgrenze. Und ich denke, man sollte abwägen, ob es sich um Forschung handelt, die für uns lebenswichtig werden kann (Medizin, Pharmazie), oder ob es nur um unsere Eitelkeit geht (Kosmetik). Der eine betrachtet alles rein wissenschaftlich, der andere baut sich einen Schutzwall aus Ironie oder Sarkasmus auf. So kommt es im Praktikum auch immer wieder zu komischen Situationen und Stillleben. Ich denke allerdings nicht, dass man damit die "Ehre" der seit Jahren tot im Gefrierfach gelagerten Versuchsratte schändet, soweit man von so etwas überhaupt sprechen kann. Denn es sind und bleiben nun einmal Tiere, so gerne wir sie auch haben!
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