Hundesport erfreut sich immer mehr Beliebtheit in
Deutschland. Das hängt wohl zum einen damit zusammen, dass sich das Bild der
Vereine stark gewandelt hat. Ich erinnere mich noch gut, wie wir als Kinder die
"komischen Männer mit den gefährlichen Schäferhunden" auf dem Übungsplatz am
Waldrand beobachtet haben. Da wurde gebrüllt, gekläfft, geschossen, Menschen
angefallen... Halt die ganz normale Schutzhundausbildung, wie sie wohl in allen
Deutschen Schäferhundvereinen oder anderen Rassevereinen stattfand.
Heute gibt es diese Art von Vereinen kaum noch. Längst sind
in den Vereinen alle Hunde willkommen: vom adeligen Rassehund bis zum
"Straßenmischling". Und so langsam hat sich in den Vereinen auch
herumgesprochen, dass Brüllen, Zwangshalsbänder und Gewalt bei der
Hundeerziehung nicht notwendig sind. In den meisten zumindest! Während der
Turnierhundesport ja schon seit den 70er Jahren in Deutschland praktiziert
wurde, schwappten in den vergangenen Jahren immer mehr Hundesportarten aus dem
europäischen Ausland zu uns herüber: Agility, Obedience, DogFrisbee, Flyball
- um nur ein paar zu nennen!
Dass Hundesport immer beliebter wird, hängt wohl auch damit
zusammen, dass sich die Position des
Hundes in unserer Gesellschaft verändert
hat. Wurde er früher meist als Gebrauchshund im Zwinger oder Hof gehalten, ist
er heute mehr denn je Familienmitglied, Partner und Freund, mit dem man auch
seine Freizeit gestalten möchte. Der Einstieg in den Hundesport ist daher die
logische Konsequenz, wenn man nicht immer nur spazieren gehen will. Agility ist
wohl der am längsten bekannte und beliebteste Hundesport. Doch bevor man im
Sport startet, muss man schon im alltäglichen Leben ein gutes
Mensch-Hund-Team
sein. Die Kommunikation, und damit der Gehorsam sind absolute Voraussetzungen
für alles weitere. Ihr Hund muss Sie verstehen, und genauso müssen Sie ihn
verstehen.
In den meisten Vereinen kann man daher nur am Training in
einer der Disziplinen teilnehmen, wenn man die Begleithund-Prüfung erfolgreich
absolviert hat. Hier wird das Team auf Sozialverhalten und Gehorsam getestet -
und das sowohl auf dem Platz, als auch draußen auf der Straße. Ist diese Hürde
genommen, kann es los gehen! Viel Spaß!