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02.03.2010                                            

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Seit dem 11.Juli 2003 bin ich biologisch-technische Assistentin. Als BTA arbeitet man entweder in Forschungseinrichtungen der Universitäten, in Routinelabors oder in Biotechnologie-Firmen. Die Arbeit erstreckt sich über die Organisation und Koordination eines Labors, über das Durchführen von Test und Analysen bis hin zur Auswertung und Diskussion der Ergebnisse. An den Universitäten ist die Arbeit meist etwas abwechslungsreicher, in der freien Wirtschaft verdient man dafür ein paar Euros mehr. Man sollte während der Ausbildung herausfinden, was einem mehr liegt - z.B. während der beiden Betriebspraktika. 

 

Ich habe meine Ausbildung in einer staatlichen Berufsfachschule gemacht, dem Berufskolleg Kartäuserwall in Köln. Der Vorteil ist hier, dass man keine Semestergebühren zahlen muss (an der Rheinischen Akademie zahlt man 280 € pro Semester). Der Nachteil ist die teilweise chaotische Organisation an einer staatlichen Schule. Ansonsten ist aber keine Wahl besser oder schlechter: man lernt an beiden Schulen in Köln prinzipiell dasselbe. Ich denke, dass ich am Kartäuserwall sehr gut auf meinen Beruf vorbereitet wurde. Schon im Betriebspraktikum wurde dies deutlich. Ich beherrschte da bereits alle wichtigen Techniken und hatte ein sehr gutes Hintergrundwissen. Kollegen aus der Rheinischen Akademie haben gerade im anatomischen Bereich häufig Defizite.

 

Für mich stand von Anfang an fest, dass ich nur Teilzeit arbeiten kann und will. Mein Mann arbeitet ja schon Vollzeit und wir hatten  zu dem Zeitpunkt zwei Hunde, die wir nicht den ganzen Tag alleine lassen wollten. Leider habe ich bis heute keine Teilzeitstelle als BTA gefunden. Ich habe mich inzwischen wohl überall beworben, wo man sich im Köln/Bonner Raum bewerben kann. Ich habe einen Flyer entwickelt, mit dem ich mich großflächig bei Unternehmen vorgestellt habe. Ich habe mich auf jede Anzeige, aber auch initiativ beworben. Inzwischen hatte ich bestimmt 15 Vorstellungsgespräche, aber keine einzige Zusage. An meinen Noten und Arbeitszeugnissen liegt es bestimmt nicht. Die waren alle topp (Abschlussdurchschnitt 1,6)! So unsympathisch bin ich eigentlich auch nicht. Entweder verkaufe ich mich zu schlecht - oder es liegt wirklich nur daran, dass ich nicht mehr so jung, flexibel und unabhängig bin. Inzwischen frage ich ja immer nach, warum man sich nicht für mich entschieden hat. In der Regel heißt es dann, man hätte einen Mann genommen - oder jemanden, der Vollzeit arbeiten kann - oder ein junges Mädel, bei dem die Gefahr geringer ist, in nächster Zeit schwanger zu werden... So ist das Leben!

 

Daher jobbe ich seit meinem Abschluss als Zahnarzthelferin in einer kleinen Praxis, ich schreibe Websites, gebe Nachhilfe in den Naturwissenschaften, verdiene mir mit Dog-Walking etwas dazu... Es muss ja Geld in die Kasse kommen! Aber schade ist das schon, da mir die Ausbildung super viel Spaß gemacht hat und ich gerne noch ein paar Jahre in dem Beruf gearbeitet hätte.

 

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