Ein wesentlicher Unterschied zur
Begleithundeprüfung, die allerdings Vorraussetzung zur Teilnahme an einer
Obedience-Prüfung ist, ist der Ablauf einer Prüfung. Während bei der BH nach
einem festen Schema geprüft wird, macht man bei einer Obedience-Prüfung alles
nur auf Anweisung des Ringstewards (der eine spezielle Ausbildung hierfür
braucht). Dieser legt auch gemeinsam mit dem Richter das Laufschema für die
Leinenführigkeit und Freifolge fest. Also erfährt man erst während der Prüfung,
wie man laufen muss.
In England und den nordischen Ländern wird Obedience schon seit ca. 20 Jahren
betrieben, in Deutschland dagegen ist es noch eine sehr junge Sportart. Jeder
Hund, egal welcher Größe, welcher Rasse oder Mischung und egal welchen Alters
kann diese Sportart betreiben. Einzige Vorraussetzung ist, dass der Hund
mindestens 15 Monate alt ist. Bei der Bewertung
der einzelnen Übungen, wird vom Richter auch darauf eingegangen, ob ein
arbeitseifriger Border Collie oder ein eher etwas gemütlicher Hovawart diese
ausführt. Beim Obedience geht es vor allem um Präzision, Harmonie, Eleganz
und eine fließende Vorführung der einzelnen Übungen.
Es gibt 3 Schwierigkeitsstufen und in vielen Ländern - wie z.B. in Deutschland -
auch eine Beginnerklasse. Jede Stufe besteht aus 10 bis 11 Übungen. Die Übungen
in den unteren Stufen - außer der dritten - sind in den meisten Ländern
verschieden. Die Prüfungsordnung der 3. Stufe wir durch die FCI geregelt und ist
für alle Länder gleich. Um in die nächst höhere Klasse aufzusteigen, muss ein V
(Vorzüglich) erreicht werden. Ein V wird mit 256 bis 320 Punkten erreicht. Nach
3 V's muss im nächsten Jahr in der nächst höheren Stufe gestartet werden. Die
Kommandos die für die einzelnen Übungen verwendet werden sind nicht
vorgeschrieben. Es gibt maximal 320 Punkte pro Stufe.
Download
des Deutschen Obedience Reglements